Michael Breitkopf vom CDU-Ortsverband Charlottenburg-Nord gehörte zu den Ehrenamtlichen, die am 13. August 2011 vor dem Brandenburger Tor die Namen der insgesamt 136 bekannten Maueropfer öffentlich verlasen. Angehörige, Zeitzeugen und mehrere hundert Menschen erinnerten an den 50. Jahrestag des Mauerbaus und an die Opfer der innerdeutschen Grenze.
Der Vorsitzende der Berliner CDU und CDU-Spitzenkandidat zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses Frank Henkel, nannte den Mauerbau in seiner Ansprache einen der schmerzvollsten Einschnitte für Deutschland und für Berlin". Über Nacht habe die SED-Diktatur ein Land mit 17 Millionen Einwohnern zu einem Gefängnis gemacht. Familien und Freunde seinen auseinander gerissen, Menschen eingesperrt und auf der Flucht erschossen worden, so Henkel. "Der Bau der Mauer war der verzweifelte Rettungsversuch eines verrotteten und moralisch verkommenen Regimes."
Mehr als 1000 Tote insgesamt seinen an der Grenze der DDR zu beklagen, so Henkel, bis zu 200 000 politische Gefangene habe es in der DDR gegeben.
Ihn selbst habe die Mauer in seiner Jugend geprägt; erst 1981 sei er mit seinem Eltern aus der DDR ausgereist. Die Arbeit für ein wiedervereinigtes Deutschland sei für ihn die entscheidende Triebfeder zu seinem politischen Engagement in der CDU gewesen. Der CDU-Spitzenkandidat für Berlin verurteilte Versuche, heute noch die Mauer zu verharmlosen und die DDR zu verklären: "Wer die Vergangenheit in Vergessenheit geraten lässt, nimmt in Kauf, dass sie wieder zur Zukunft wird."
Die Mauer war ein Symbol der Unfreiheit. Was nicht verschwinden dürfe, sei die Erinnerung. In diesem Sinne bleibe diese Erinnerung an eines der dunkelsten Kapitel unseres Landes "unauslöschlicher Teil unserer Geschichte".
Auch der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe, führte aus, die deutsche Teilung habe ihn persönlich getroffen. "Mich hat es geprägt, in der DDR Cousinen und Cousins in meinem Alter zu haben, mit denen mich vieles verband-außer ein Leben in Freiheit." Der 13. August sei einer der bittersten, wenn nicht der bitterste Tag in der Geschichte unseres Vaterlandes nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen, unterstrich der CDU-Generalsekretär. Mit dem Bau der Mauer habe die SED die Teilung Deutschlands und die Teilung Berlins zementiert.
Gröhe und Henkel machten deutlich, dass die Erben der SED, die den Mauerbau noch immer verharmlosten, keine Regierungsverantwortung übertragen bekommen dürften. "Wer die Mauer verklärt und verharmlost, kann als Koalitionspartner für Demokraten nicht mehr in Frage kommen", unterstrich der CDU-Generalsekretär.
Zu den zahlreichen Gästen der Veranstaltung gehörten auch viele Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Charlottenburg-Nord mit ihrem Vorsitzenden Joachim Krüger.