Die Kunstgießerei Hermann Noack ist als Familienunternehmen längst in Charlottenburg-Nord angekommen.
Unser CDU Ortsverband hatte am 28.11.2018 die Möglichkeit, unter der Leitung des Firmenchefs Hermann Noack, die Räumlichkeiten des mittelständischen Familienunternehmens mit einer dazu gehörenden Ausstellung zu besuchen. Mit dabei war auch der Bundestagsabgeordnete Kai Wegner.
Die künstlerische Institution beschäftigt 40 Mitarbeiter. Die Quadriga, die Berlinale Bären, die neu Vergoldung der Viktoria auf der Siegessäule am Großen Stern und in Charlottenburg-Wilmersdorf das Reiterstandbild des großen Kurfürsten vor dem Charlottenburger Schloss, die Adenauerplastik auf dem Adenauerplatz und die “Flamme” am Ernst-Reuter-Platz sind nur einige Werke von Hermann Noack.
Besonders hervorzuheben sind die Berlinale Bären, die bereits 1932 von der Bildhauerin Renée Sintenis (1888 bis 1965) entworfen wurden und 1951 bei den 1. Internationalen Filmfestspielen im Titania Palast in Steglitz als “Goldener Bär” und “Silberner Bär” vergeben wurden. 1956 wurde der “Junge Bär”, wie Renée Sintenis ihre modellierte Plastik nannte, von ihr noch einmal überarbeitet und diese neue Version gibt es bis heute als Preistrophäe bei der Berlinale.
Des weiteren erhalten u.a. von der Stadt Berlin bekannte Persönlichkeiten aus aller Welt bei ihren Berlin Besuch einen Sintenis-Bären in Silber, so z.B. 1963 J.F. Kennedy.
Ebenfalls erschuf die Bildhauerin 1957 die “Berliner Bären”, wovon einer auf einem Granitsockel auf dem Mittelstreifen der Avus steht.
Die Bildgießerei Hermann Noack wurde 1897 mit Firmensitz in der Fehlerstr. in Berlin-Friedenau gegründet und aus Platzgründen in 2009, Am Spreebord/Ecke Sömmeringstr. in Berlin-Charlottenburg eine neue, deutlich vergrößerte Gießerei, entworfen vom Architekten Rainer Maria Löneke, gebaut. 2010 wurde der neue Standort bezogen.
Eine überaus interessante und beeindruckende Veranstaltung.